Mum's life

Wirklich gutgemeinte Tipps beim Kauf eines Kinderwagens, einer Trage und der Babyschale – letztere haben wir 2x gekauft

Es ist kaum vorstellbar, so sehr die niedlichen Babys in Mamas Bauch treten können, eines können sie nach der Geburt tatsächlich noch nicht: laufen. Ergo habt ihr zwei Möglichkeiten: Ihr bleibt, bis sie das können, zuhause oder packt sie euch über die Schulter, was definitiv irgendwann zu Rückenproblemen führen wird und albern aussieht. Also braucht ihr Beförderungsmöglichkeiten, in der Regel einen Kinderwagen oder ein Tragesystem (Tücher oder Tragen). Oder beides, denn die Kinder haben oft eine sehr eigene Vorstellung, was sie mögen und was nicht. Und spätestens, wenn ihr ein dann nicht mehr brüllendes Baby auf dem Arm tragt und einen babylosen Kinderwagen mit der anderen Hand fluchend nach Hause schiebt, denkt ihr eh über ein alternatives Tragesystem nach. Und dann gibt es Situationen, da ist der Kinderwagen perfekt, in anderen ist die Trage Goldwert. Wenn das Baby nicht schlafen kann, sich nicht anders beruhigen lässt, ihr zwei Hände braucht und das Baby nicht ablegen könnt. Babys sind Traglinge. Die wenigsten mögen es NICHT, getragen zu werden.

Beginnen wir aber zuerst mit dem Kinderwagen. Nicht jeder Kinderwagen ist geeignet für jede Statur, Lebenssituation oder auch Wohnsituation.

  • Mancher Wagen ist zu groß / zu klein / zu sperrig / zu kompliziert, um sie schnell zusammenzuklappen oder umzubauen. Es ist tatsächlich ein Unterschied, ob eine kleine Person oder eine große Person den Wagen schiebt. Ist der Lenker größenverstellbar?
  • Wohnt ihr auf dem Land und spaziert ihr öfter auf Feldwegen, geht ihr oft in den Wald oder bewegt ihr euch vorwiegend in einer Großstadt mit viel Kopfsteinpflaster? Wichtig für das Gestellt und die Wahl der Räder.
  • Muss der Wagen oft ins Auto und sollte somit schnell und unkompliziert zusammenklappbar sein oder wird dies eher selten geschehen, dann ist das kein wichtiges Kriterium.
  • Geht ihr oft zu Fuß mit dem Kinderwagen einkaufen, dann achtet auf die Größe und die Tragkraft des Korbes unterhalb der Babyschale / des Buggyeinsatzes. Das mag unwichtig klingen, im Alltag jedoch kann das eine große Rolle spielen.

In manchen Babyfachmärkten gibt es eine Teststrecke. Ausgelegt mit unterschiedlichen Bodenbelägen kann man verschiedene Kinderwagen ausprobieren. Nutzt das. Klappt ihn auch vor Ort zusammen und wieder auf. So bekommt ihr ein Gefühl für den Kinderwagen eurer Wahl. Er wird euch in der Regel eine Weile begleiten und er sollte somit wirklich gut ausgesucht werden. Optik spielt eine Rolle, die Praktikabilität sollte jedoch absolut nicht unterschätzt werden.

Kommen wir zu den Tragesystemen. Es gibt Tragetücher und Tragen (Full Buckle) und eine Kombination aus beiden (Half Buckle). Ganz am Anfang empfiehlt sich ein elastisches Tragetuch. Diese sind empfohlen bis zu einem Gewicht von ca. 6 Kilo (Herstellerhinweise beachten). Bleibt ihr beim Tragetuch, darf es danach ein stabileres Tuch sein, denn das Kind hat mehr Gewicht und bewegt sich auch mehr. Die meisten Tragen werden ab einem Gewicht von 3 Kilo empfohlen. Tatsächlich aber gibt es einige, die erst ab einem Alter von ca. 6 Monaten so richtig gut passen. 

Aus eigener Erfahrung kann ich euch nur sagen: lasst euch auch hier in einem Fachgeschäft beraten. Mit einem elastischen Tragetuch könnt ihr wenig falsch machen, geht es dann aber an die Tragesysteme, solltet ihr gemeinsam mit eurem Kind mehrere Modelle ausprobieren. Wer es sich leisten mag, gönnt sich einen Termin mit einer Trageberaterin.  Ich selbst hatte zuerst ein elastisches Tuch, danach eine Kombination aus Tuch und Trage. Die Bewertungen waren super, ich fand sie wunderschön, aber am Ende war sie für mich absolut ungeeignet, da ich egal wie oft ich sie benutzt habe, Rückenschmerzen bekommen habe. Ich habe den Fehler gemacht, sie blind zu kaufen. Anschließend habe ich bei einer Freundin eine Trage ausprobiert, die zwar ebenfalls eine Half Buckle war, aber die Träger an den Schultern feste Gurte wie bei einem Rucksack statt einem Tuch hatte. Ich habe diese Trage anschließend für mich ebenfalls gekauft und bin damit jetzt überglücklich. Zum Glück lassen sich Tragen wieder gut verkaufen, aber die erste Investition hätte ich mir sparen können, wenn ich vorher mehrere Systeme ausprobiert hätte. Eine gute Trage trägt ein Kind bis 15 – 20 Kilo, es lohnt sich also wirklich, hier gut hinzuschauen. Und euer Rücken wird es euch ebenfalls danken.

So. Und jetzt kommen wir zu unserem ultimativen Fehlkauf.

Wenn man ein Auto hat oder hin und wieder mit einem fährt und das Baby dabei sein soll – braucht man eine Babyschale, z.B. einen Maxi Cosi. Auch wenn die Schale von einem anderen Hersteller ist, wird umgangssprachlich oft vom Maxi Cosi gesprochen, das ist ein bisschen wie Tempo und Labello.

EGAL VON WELCHEM HERSTELLER DIE BABYSCHALE IST, NEHMT DAS TEIL EINE WEILE IN DIE HAND!

Wir haben damals ein Bundle gekauft, bestehend aus Kinderwagen, Buggy und Babyschale. Die Schale hat ein Eigengewicht von 5,5 Kilo und – Babys wachsen und werden somit auch schwerer. Meine mittlerweile 7 Kg Tochter kann ich in dieser Schale kaum noch tragen; sie auf einen hohen Einkaufswagen damit zu hieven ist unmöglich. Wäre zwar ein nettes kostenloses Armtraining, aber im Alltag braucht man das nicht wirklich. Achtet auch darauf, dass sie nicht zu groß, zu breit und sperrig ist – enge Wege danken es euch. Je breiter die Schale, desto umständlicher ist es auch, sie aus dem Auto zu bekommen.

Tatsächlich gibt es Babyschalen, die weniger Eigengewicht haben, schmal sind und insgesamt besser zu handeln sind. Wir haben das gar nicht erst in Erfahrung gebracht, da unser Kinderwagen ja im Bundle bereits die Babyschalte mitlieferte. Das war ein großer Fehler.

Natürlich sollte die Sicherheit immer die wichtigste Rolle spielen. Das steht außer Frage. Aber es gibt viele verschiedene Modelle, die alle den gleichen Sicherheitsstandards entsprechen. Nicht alle Modelle sind für alle Menschen gleich gut geeignet.

Alle drei beschriebenen Produkte werden euch mehr oder weniger lange und intensiv begleiten. Manche vielleicht gar nicht, da ihr es nicht braucht, dann überspringt den Teil einfach.

Jedes Einzelne aber ist für den Transport und die Sicherheit eures Babys immens wichtig. Und für euch, denn ihr müsst damit im Alltag umgehen. Lasst euch Zeit, investiert vielleicht den einen oder anderen Euro mehr (gerade Tragen und Kinderwägen kann man super gebraucht kaufen) und probiert verschiedene Modelle aus.

Ach ja – kleiner Pro Tipp noch am Rande: wenn ihr vorhabt, das Baby aus dem Krankenhaus mit dem Auto abzuholen, baut die Babyschale schon vorher ein und übt, wie das geht. Erkundigt euch, wie man das Baby anschnallt, die Gurte festschnallt und wie die Schale schnell ins Auto und aus diesem auch wieder herauszubefördern ist.

Fragt nicht nach, vertraut uns da und macht es einfach.

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